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Lig TV war über Jahre hinweg die einzige Adresse für Fußballfans in der Türkei. In der Nacht des 13. Januar 2017 erschien das beIN-Sports-Logo auf den Bildschirmen und markierte das Ende einer Ära sowie den Beginn eines neuen Kapitels. Warum wurde Digiturk verkauft, warum wurde aus Lig TV beIN Sports und wie hat diese Veränderung die türkische Fußballübertragung beeinflusst? Hier sind die Antworten.

Kurzfassung (TL;DR): Lig TV wurde am 13. Januar 2017 offiziell in beIN Sports umbenannt. Die Änderung folgte auf die Übernahme von Digiturk im Jahr 2016 durch die in Katar ansässige beIN Media Group, die das Unternehmen für rund 1,1 Milliarden US-Dollar von der Çukurova Holding kaufte. Es handelte sich um ein reines Rebranding: Abonnements, Sendeinfrastruktur und Süper-Lig-Rechte liefen unter der neuen Marke nahtlos weiter.

Schnellübersicht (Quick Facts)

Information Detail
Früherer Name Lig TV (2001–2017)
Neuer Name beIN Sports Türkiye
Datum der Umbenennung 13. Januar 2017
Käufer beIN Media Group (Katar)
Verkäufer Çukurova Holding
Geschätzter Kaufpreis ca. 1,1 Milliarden US-Dollar
Jahr der Übernahme 2016
Hauptsitz der Muttergesellschaft Doha, Katar
Verbreitung Digiturk (Satellit) + beIN Connect (OTT)

Wann wurde aus Lig TV beIN Sports?

Lig TV, der am längsten bestehende Sportsender der Türkei, übernahm am 13. Januar 2017 offiziell die Marke beIN Sports. Der Übergang erfolgte nach einem im Voraus geplanten Zeitplan und wurde auf das Wochenende vor dem Start der Rückrunde der Süper Lig gelegt. Das vertraute Lig-TV-Logo wich über Nacht den rot-weißen Emblemen von beIN Sports. Die Änderung beschränkte sich nicht auf die visuelle Identität: In derselben Nacht wurden auch Kanalnummern, digitale Plattformen und mobile Apps aktualisiert.

Die Zuschauer erlebten keine Unterbrechung. Am nächsten Morgen sahen Digiturk-Abonnenten anstelle der langjährig vertrauten Lig-TV-Marke das beIN-Sports-Branding, während Abonnements und Übertragungsrechte unverändert blieben.

Warum wurde Lig TV umbenannt?

Die Umbenennung spiegelte die globale Markenstrategie der beIN Media Group nach der Übernahme von Digiturk wider. Internationale Konzerne wie ESPN und Sky Sports hatten zuvor regionale Sender unter einer Dachmarke zusammengeführt, um den Markenwert zu vervielfachen. Angesichts der Größe des türkischen Marktes und der Bedeutung des Fußballs im Land war dieser Schritt für beIN Sports unausweichlich. Mit dem Rebranding kamen auch Investitionen in höhere Produktionsqualität, neue Studiodesigns, modernere Grafiksysteme und ein größeres Expertenteam.

Wer hat Digiturk gekauft?

Die Ende 2015 begonnenen Verhandlungen wurden 2016 abgeschlossen, als Digiturk an die in Katar ansässige beIN Media Group verkauft wurde. Mit der Übernahme gelangten Digiturk und alle seine Kanäle unter das Dach eines der größten Medienkonzerne des Nahen Ostens.

Aus welchem Land kommt beIN Sports?

Die beIN Media Group hat ihren Hauptsitz in Doha, Katar. Sie sendet in mehr als 40 Ländern und hält Rechte an der UEFA Champions League, Europa League, La Liga, Serie A, Ligue 1, Tennis-Grand-Slams, Motorsport und vielen weiteren Wettbewerben. Ihre globale Expansion stand im Einklang mit der Vision Katars, ein internationales Sportzentrum zu werden – eine Vision, die mit der Ausrichtung der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 ihren Höhepunkt fand.

Wie hoch war der Verkaufspreis von Digiturk?

Der Transaktionswert wurde offiziell nicht im Detail bekannt gegeben, mehrere internationale Medien berichteten jedoch von rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Damit zählt der Deal zu den größten Medientransaktionen in der Geschichte der Türkei.

Was änderte sich nach der Umbenennung im Sendebetrieb?

Nach dem Rebranding führte beIN Sports eine Reihe von Neuerungen ein:

  • 4K-Übertragungen: Ausgewählte Spitzenspiele wurden in 4K-Auflösung ausgestrahlt.
  • Erweitertes Expertenteam: Ehemalige Fußballer und Fachkommentatoren vertieften die Analyseformate.
  • Mehrsprachige Optionen: Für ausgewählte Spiele wurde englischer Originalkommentar angeboten.
  • Erweiterte Statistiken: Grafiken wurden um Kennzahlen wie xG (Expected Goals) ergänzt.
  • Digitaler Fokus: Ein eigenes Team produzierte Inhalte für Social Media und YouTube; die OTT-Plattform beIN Connect wurde ausgebaut.

Was geschah mit den klassischen Lig-TV-Sendungen und Moderatoren?

Legendäre Formate wie Maraton, die wöchentliche Spieltagszusammenfassung, blieben erhalten, wurden aber visuell unter beIN Sports neu gestaltet. Einige Sendungen wurden in kürzere, dynamischere Formate überführt. Vertraute Moderatoren blieben weitgehend Teil des Senders, während neue Gesichter – ehemalige Nationalspieler und bekannte Trainer – das Kommentatorenteam ergänzten.

Chronologie: Von Lig TV zu beIN Sports

  • 2001: Lig TV startet als erster türkischer Fußballspezialsender unter Digiturk.
  • 2010: Lig TV sichert sich langfristig die Übertragungsrechte der Süper Lig.
  • August 2015: Die Çukurova Holding nimmt Verkaufsverhandlungen für Digiturk auf.
  • August 2016: Die beIN Media Group schließt die Übernahme ab.
  • 13. Januar 2017: Die Marke Lig TV wird abgelöst; der Sender startet offiziell als beIN Sports.
  • Nach 2017: Einführung von beIN Connect, 4K-Übertragungen und erweiterten Statistik-Tools.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Lig TV und beIN Sports derselbe Sender?

Ja. beIN Sports ist die umbenannte Version von Lig TV. Frequenzen, Abonnements und Senderechte gehören weiterhin demselben Unternehmen; geändert haben sich lediglich Marke und visuelle Identität.

Wann wurde Lig TV zu beIN Sports?

Das offizielle Übergangsdatum ist der 13. Januar 2017.

Wer hat Digiturk wann übernommen?

Digiturk wurde 2016 von der katarischen beIN Media Group für rund 1,1 Milliarden US-Dollar von der Çukurova Holding übernommen.

Aus welchem Land stammt beIN Sports?

beIN Sports gehört zur beIN Media Group mit Hauptsitz in Doha, Katar, und sendet in mehr als 40 Ländern.

Wurden die Süper-Lig-Spiele durch das Rebranding beeinflusst?

Nein. Die Übertragungsrechte liefen ohne Unterbrechung unter der neuen Marke weiter; Abonnenten mussten nichts unternehmen.

Was ist beIN Connect?

beIN Connect ist die OTT-Plattform (Streaming) von beIN Sports und ermöglicht Live-Spiele und On-Demand-Inhalte auf Mobilgeräten, Smart-TVs und im Webbrowser.

Quellen und Referenzen

Die Angaben in diesem Artikel wurden mit den folgenden öffentlich zugänglichen Unternehmens- und Nachrichtenquellen abgeglichen:

  • Offizielle Mitteilungen der beIN Media Group (2016–2017)
  • Öffentliche Bekanntmachungen der Çukurova Holding zum Digiturk-Verkauf
  • Berichterstattung von Reuters, Bloomberg und Anadolu Agency
  • Lizenzaufzeichnungen des türkischen Rundfunkrats RTÜK
  • Offizielles Sendearchiv von beIN Sports Türkiye

Erstellt von unserer Redaktion, die die Rundfunkbranche aufmerksam verfolgt. Letzte Aktualisierung: Mai 2026.

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06.04.2026 DIGITURK PLAY

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