Sechs Meister in 68 Spielzeiten ist wohl die aufschlussreichste Zahl im türkischen Fußball. Seit dem Start der Liga 1959 hat kein siebter Klub den Pokal gestemmt, und Rekordmeister Galatasaray steht inzwischen bei 26 Titeln. Eine Tabelle zeigt, wo die Saison steht; diese Zahlen zeigen, wo die Macht schon immer lag.
Die Saison 2025/26 hat neue Daten geliefert: 812 Tore in 306 Spielen, im Schnitt 2,65 pro Partie, ein Zuschauerschnitt von 14.593 und eine geteilte Torjägerkrone, weil Paul Onuachu und Eldor Shomurodov beide auf 22 Treffer kamen. Solche Zahlen bekommen erst neben früheren Spielzeiten ihre Bedeutung.
Dieser Überblick bündelt die Süper-Lig-Statistiken, nach denen tatsächlich gesucht wird: die ewige Meisterliste, Tor- und Punkterekorde, die längsten Serien, Zuschauerzahlen und die Bilanz der Istanbuler Derbys. Die historischen Werte gelten zum Ende der Saison 2025/26, Tabelle und Torjägerliste weiter unten aktualisieren sich automatisch mit TFF-Daten.
- Meiste Titel: Galatasaray, 26
- Rekordtorschütze: Hakan Şükür, 249 Tore in 489 Ligaspielen
- Saisonrekord: 39 Tore, Tanju Çolak (1987/88)
- Punkterekord: 102 Punkte, Galatasaray (2023/24)
- Zuschauerschnitt 2025/26: 14.593 pro Spiel
- Ligaformat 2026/27: 18 Klubs, 306 Spiele
- Tabellenführer 2026/27 nach dem 6. Spieltag: Amedspor, 13 Punkte, vor Galatasaray dank der besseren Tordifferenz
- Torjäger 2026/27 nach dem 6. Spieltag: Mohamed Salah (Trabzonspor) und Gift Orban (Amedspor), je 7 Tore
Trendyol Süper Lig 2026/27: Tabelle, Torjäger und Meisterrekorde
| Pl. | Verein | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Amedspor | 6 | 4 | 1 | 1 | 15:7 | +8 | 13 |
| 2 | Galatasaray | 6 | 4 | 1 | 1 | 13:10 | +3 | 13 |
| 3 | Beşiktaş | 6 | 4 | 0 | 2 | 14:7 | +7 | 12 |
| 4 | Kocaelispor | 6 | 4 | 0 | 2 | 7:4 | +3 | 12 |
| 5 | Alanyaspor | 6 | 3 | 2 | 1 | 8:6 | +2 | 11 |
| 6 | Fenerbahçe | 6 | 3 | 1 | 2 | 16:6 | +10 | 10 |
| 7 | Trabzonspor | 6 | 3 | 1 | 2 | 13:5 | +8 | 10 |
| 8 | Kasımpaşa | 6 | 2 | 4 | 0 | 7:5 | +2 | 10 |
| 9 | Çaykur Rizespor | 6 | 3 | 1 | 2 | 7:6 | +1 | 10 |
| 10 | Gaziantep FK | 6 | 2 | 2 | 2 | 7:7 | 0 | 8 |
| 11 | Çorum FK | 6 | 2 | 1 | 3 | 13:12 | +1 | 7 |
| 12 | İstanbul Başakşehir | 6 | 2 | 1 | 3 | 10:11 | -1 | 7 |
| 13 | Gençlerbirliği | 6 | 2 | 1 | 3 | 5:13 | -8 | 7 |
| 14 | Erzurumspor FK | 6 | 2 | 1 | 3 | 3:11 | -8 | 7 |
| 15 | Konyaspor | 6 | 1 | 1 | 4 | 4:8 | -4 | 4 |
| 16 | Samsunspor | 6 | 1 | 1 | 4 | 6:12 | -6 | 4 |
| 17 | Göztepe | 6 | 0 | 3 | 3 | 11:15 | -4 | 3 |
| 18 | Eyüpspor | 6 | 1 | 0 | 5 | 2:16 | -14 | 3 |
Stand nach dem 6. Spieltag (20.09.2026): 161 Tore in 54 Spielen, im Schnitt 2,98 pro Partie. Amedspor führt dank der besseren Tordifferenz vor Galatasaray. Die Liga pausiert wegen der Länderspiele; der 7. Spieltag beginnt am 9. Oktober 2026 mit Galatasaray gegen Kasımpaşa.
Datenquelle: Türkiye Futbol Federasyonu (TFF). In der Süper Lig entscheidet bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich, nicht die Tordifferenz. Das gilt, sobald beide Duelle der betreffenden Teams gespielt sind; bis dahin zählt die Tordifferenz.
| Pl. | Spieler | Verein | Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | Mohamed Salah | Trabzonspor | 7 |
| 1 | Gift Orban | Amedspor | 7 |
| 3 | Vedat Muriqi | Fenerbahçe | 6 |
| 3 | Victor Osimhen | Galatasaray | 6 |
| 3 | Eldor Shomurodov | İstanbul Başakşehir | 6 |
Saison 2026/27, Stand nach dem 6. Spieltag (20.09.2026). Der historische Rekord liegt bei 39 Saisontoren (Tanju Çolak, 1987/88).
Endstand 2025/26: Paul Onuachu (Trabzonspor) und Eldor Shomurodov (İstanbul Başakşehir) teilten sich die Torjägerkrone mit je 22 Treffern, dahinter folgte Victor Osimhen (Galatasaray) mit 15.
| # | Verein | Titel | Erster Titel | Letzter Titel | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Galatasaray | 26 | 1962 | 2025/26 | Rekord mit 102 Punkten (2023/24) |
| 2 | Fenerbahçe | 19 | 1959 | 2013/14 | Erster Meister der Ligageschichte |
| 3 | Beşiktaş | 16 | 1956/57* | 2020/21 | Einziger ungeschlagener Meister (1991/92) |
| 4 | Trabzonspor | 7 | 1975/76 | 2021/22 | Erster Meister außerhalb Istanbuls |
| 5 | Bursaspor | 1 | 2009/10 | 2009/10 | Fünfter Klub mit Meistertitel |
| 6 | İstanbul Başakşehir | 1 | 2019/20 | 2019/20 | Jüngster Klub der Liste |
*Vor 1959 gewonnene Titel wurden vom türkischen Verband nachträglich zur Gesamtzahl hinzugerechnet. Stand: Ende der Saison 2025/26.
Süper-Lig-Meister: die ewige Liste
Galatasaray führt die ewige Tabelle mit 26 Meisterschaften an, vor Fenerbahçe mit 19 und Beşiktaş mit 16. Zusammen halten die drei Istanbuler Klubs 61 der 70 vergebenen Titel. Kaum eine große europäische Liga ist auch nur annähernd so konzentriert.
Der Abstand ist zuletzt gewachsen. Der Titel 2025/26 hat Galatasaray weiter enteilen lassen; der Klub hält zudem den Rekord für aufeinanderfolgende Meisterschaften mit vier Titeln in Serie zwischen 1996 und 2000. Fenerbahçe wartet dagegen seit 2013/14 auf die Meisterschaft, eine ungewöhnlich lange Durststrecke für einen Klub mit 19 Titeln.
Interessant wird die Liste durch die Ausnahmen. Trabzonspor brach in den 1970er-Jahren das Istanbuler Monopol und steht heute bei sieben Titeln. Bursaspor gewann 2009/10 eine Meisterschaft, mit der kaum jemand gerechnet hatte, und İstanbul Başakşehir wurde 2019/20 der sechste und bislang letzte Name auf der Liste. Drei Durchbrüche in fast sieben Jahrzehnten.
Torrekorde und Torjägerkrone
Hakan Şükür ist der Rekordtorschütze der Liga, Tanju Çolak hat die bessere Quote. Der Ligaschnitt liegt seit Jahren stabil zwischen 2,6 und 3,0 Toren pro Spiel. Die wichtigsten Marken:
- Rekordtorschütze: Hakan Şükür, 249 Tore in 489 Ligaspielen, die meisten davon für Galatasaray.
- Beste Quote: Tanju Çolak, 240 Tore in nur 282 Spielen.
- Saisonrekord: Tanju Çolaks 39 Tore 1987/88, in einer Saison mit 30 Spielen.
- Ärgste Verfolger: Metin Oktay (1962/63) und Hakan Şükür (1996/97), beide mit 38.
- Meiste Torjägerkronen: Metin Oktay, sechs zwischen 1959 und 1968/69.
- Torreichste Spielzeiten der jüngeren Zeit: 1.062 Tore in 380 Spielen (2023/24) und 942 in 324 (2024/25).
Der Vergleich alter und neuer Rekorde braucht einen Vorbehalt. Çolak erzielte seine 39 Tore in einer Liga mit 16 Teams; heutige Stürmer bekommen 34 Spiele oder mehr. Victor Osimhen kam 2024/25 auf 26 Tore und Mauro Icardi 2023/24 auf 25, und beide Werte gelten bereits als außergewöhnlich.
Auch wer die Auszeichnung gewinnt, hat sich verändert. Seit den 2000er-Jahren ging die Torjägerkrone fast ausschließlich an ausländische Stürmer, was eng mit den Transferbudgets der Spitzenklubs zusammenhängt. 2025/26 passte ins Muster: Zwei internationale Angreifer teilten sich die Auszeichnung mit je 22 Toren. Den aktuellen Stand zeigt der Torjäger-Reiter oben.
Punkterekorde und die längsten Serien ohne Niederlage
Der Punkterekord liegt bei 102, aufgestellt von Galatasaray 2023/24, allerdings in einer Saison mit 38 Spieltagen und 20 Teams. Davor hielt Fenerbahçe die Bestmarke seit 1988/89 mit 93 Punkten.
Die Quote sagt mehr als die Summe. 2024/25 holte Galatasaray 95 Punkte aus 36 Spielen: 30 Siege, fünf Remis, eine Niederlage. Ein Team auf diesem Niveau entscheidet ein Titelrennen praktisch im Alleingang, weil der Verfolger den erhofften Ausrutscher nie bekommt.
Die Serien sind ebenso eindeutig. Galatasaray blieb 2024/25 die ersten 28 Spieltage ungeschlagen, Fenerbahçe kam 2023/24 auf 27 und 2025/26 auf 25 Spiele ohne Niederlage. Am anderen Ende blieb Adana Demirspor 2024/25 18 Spiele in Folge sieglos.
Die frühen Jahre rücken all das ins richtige Licht. In den 1960er-Jahren reichten oft 45 bis 50 Punkte zur Meisterschaft, bei deutlich weniger Spielen und zwei Punkten pro Sieg. Formatunterschiede gehören in jeden historischen Vergleich.
Zuschauerzahlen und das Gefälle innerhalb der Liga
2025/26 endete mit einem Schnitt von 14.593 Zuschauern pro Spiel und insgesamt 2.656.087. Der Trend zeigt klar nach oben: 2024/25 lag der Schnitt bei 12.360, 2023/24 bei 11.027.
Die Spitzenwerte liefern erwartungsgemäß die Derbys. Das bestbesuchte Spiel 2025/26 war das 1:1 zwischen Galatasaray und Beşiktaş vor 51.641 Zuschauern. 2023/24 lag Galatasaray gegen Fenerbahçe mit 53.775 vorn.
Dahinter liegt ein erhebliches Gefälle. Während die großen Klubs regelmäßig fünfstellige Kulissen anziehen, wurden bei einzelnen Spielen kleinerer Klubs nur Zuschauer im dreistelligen Bereich gezählt. Diese Spreizung erklärt einen guten Teil des finanziellen Ungleichgewichts zwischen der Spitze und dem Mittelfeld der Tabelle.
Die Bilanz der Istanbuler Derbys
Beşiktaş und Galatasaray standen sich bis März 2026 360-mal gegenüber. Die Bilanz: 129 Siege für Galatasaray, 116 für Beşiktaş und 115 Unentschieden, wobei die Serie bis in die 1920er-Jahre zurückreicht.
Das höchste Ergebnis dieses Duells stammt aus dem Jahr 1940, ein 9:2 für Galatasaray. So etwas gibt es heute nicht mehr: Das Qualitätsgefälle ist kleiner geworden und die taktische Herangehensweise deutlich vorsichtiger. Im vergangenen Jahrzehnt wurden Derbys zwischen den großen drei sehr oft mit einem oder zwei Toren Unterschied entschieden.
Ein Regeldetail ist statistisch bedeutsam: In der Türkei entscheidet bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich, nicht die Tordifferenz. Derbys zählen im Titelrennen deshalb doppelt, einmal als drei Punkte und einmal als Entscheidungskriterium.
Warum Änderungen der Ligagröße Rekorde schwer vergleichbar machen
Was die meisten Statistiktabellen auslassen: Die Zahl der Klubs in der Süper Lig war nie lange konstant. 2023/24 gab es 20 Teams und 380 Spiele, 2024/25 19 Teams und 324 Spiele, und seit 2025/26 läuft die Liga mit 18 Klubs und 306 Partien.
Diese Verkleinerung schlägt direkt auf die Daten durch: weniger Spieltage, weniger Chancen für einen Stürmer, eine niedrigere Punktobergrenze und weniger Tore pro Saison insgesamt. Die 812 Tore von 2025/26 ohne diesen Hinweis neben die 1.062 von 2023/24 zu stellen, verzerrt das Bild.
Auch die Zahl der Abstiegsplätze hat sich verändert: 2024/25 stiegen vier Klubs ab, 2025/26 drei. Beides war Teil des Plans des Verbands, die Liga schrittweise zu verkleinern.
Für die Bewertung von Rekorden gilt eine einfache Regel: Quoten schlagen Summen. Punkte pro Spiel, Tore pro 90 Minuten und Siegquoten überstehen einen Formatwechsel, kumulierte Werte nur teilweise.
Wo man Süper-Lig-Statistiken live verfolgen kann
Wer die Zahlen lieber in Echtzeit verfolgt, statt sie im Nachhinein zu lesen, fährt mit diesen Quellen in der Praxis am zuverlässigsten:
- Die offizielle TFF-Website: Tabellen, Spielpläne, Kartenstatistiken und Sperren, direkt nach Abpfiff aktualisiert.
- Die Tabelle auf dieser Seite: zieht dieselben TFF-Daten und zeigt Punkte, Tordifferenz und Torjäger der laufenden Saison.
- Live-Übertragungen: Ballbesitz, Torschüsse, Expected Goals und Laufleistung werden während des Spiels eingeblendet.
- Statistikportale wie WorldFootball und Transfermarkt: historische Reihen, Kaderwerte und Einsatzminuten über Jahrzehnte.
- Klubkanäle: detaillierte Spielerdaten, oft mit Zahlen, die nirgendwo sonst veröffentlicht werden.
- Sport-Apps mit Push-Benachrichtigungen: Live-Ergebnisse und Tor-Updates, praktisch, wenn mehrere Spiele gleichzeitig angepfiffen werden.
Am besten funktioniert die Kombination aus Live-Bild und Datenfeed. Für Zuschauer außerhalb der Türkei deckt ein legales Abonnement zusammen mit den offiziellen TFF-Tabellen beide Seiten ab. Wer nur wegen der Liga abonniert, kommt mit dem Sportpaket am direktesten ans Ziel, und mit dem kostenlosen Test lässt sich das Bild zunächst drei Tage lang über die eigene Verbindung prüfen.
Ein Hinweis zur Datenqualität: Nicht jede Quelle zählt gleich. Eigentore werden von Seite zu Seite unterschiedlich zugeordnet, Play-off-Spiele manchmal gesondert geführt. Bei großen Abweichungen sind die Statistiken des Verbands der Maßstab.
Wie man die Zahlen liest: Form und Titelchancen
Einzelne Werte führen leicht in die Irre. Sechzig Prozent Ballbesitz bedeuten wenig, wenn die Chancenverwertung nicht mitzieht. Aussagekraft entsteht aus Kombinationen, etwa Torschüsse im Verhältnis zu erzielten Toren oder Gegentore im Verhältnis zu zugelassenen Großchancen.
Eine Serie sagt mehr als ein einzelnes Spiel. Ein Team, das in acht Spielen in Folge punktet, zeigt stabile Form, während ein einzelner Kantersieg eine Momentaufnahme bleibt. Galatasarays 28 Spieltage ohne Niederlage zum Start von 2024/25 waren ein frühes und eindeutiges Signal für den folgenden Titel.
Wer Titelchancen abwägt, sollte auch das Restprogramm lesen. Zwei punktgleiche Teams sind nicht in derselben Lage, wenn eines noch beide Derbys auswärts bestreiten muss, zumal der direkte Vergleich den Ausschlag gibt.
Auch Schiedsrichterentscheidungen gehören ins Bild. VAR-Überprüfungen können die Saisonsummen bei Elfmetern und Abseitsentscheidungen sichtbar verschieben, was man bedenken sollte, bevor man aus einer einzelnen Datenspalte Schlüsse zieht.
Kurz gesagt: Die Süper Lig produziert jede Menge Daten, ihr Wert entsteht aber erst im Vergleich, und der funktioniert nur, wenn Ligagröße, Spielanzahl und Formatwechsel berücksichtigt werden.
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